Ein Lichterfest der besonderen Art

Diesen Herbst arbeiten mehrere Gruppen an einem Themenbild mit Bäumen, Häusern und Laternen. Die Fortgeschrittenen des Dienstagskurses werden aus dem Bild  ein Sofakissen machen. Die Kinder lernen genau hinzusehen, Strukturen zu verstehen wie z.B. der Wuchs eines Baumes. Außerdem haben wir festgestellt, dass Häuser nicht einfach verschwinden, nur weil ein Baum davor steht. Das war für einige ein großes Aha-Erlebnis und führte dazu, dass jetzt anders gezeichnet/gefilzt wird als zuvor.

Im Frühjahr werden die Kinder, die einen Jahreskurs haben, von den motorischen Fähigkeiten profitieren, die sie hier entwickelt haben. Wir werden ein ganz besonderes Sitzkissen mit Blütenmotiv filzen. Dafür muss man feine Linien nadeln können.

Die Kühlschrankkrippe

Jahr für Jahr nehme ich mir vor, mit den Kindern eine Kühlschrankkrippe (auf Magneten) zu filzen. Und jedes Jahr kommen noch spannendere Projekte wie die Weihnachtsmäuse für den Tannenbaum dazwischen! Hoffentlich habe ich nächsten Winter nicht wieder so viele Ideen, dann machen wir das endlich gemeinsam!

Meditatives Zeichnen oder “Wenn ich zeichne, dann zeichne ich”

Seit September unterrichte ich nun auch in Angermund zwei Gruppen von maximal 10 Kindern in den Altersklassen 1./2. und 3./4. Klasse. Die Kinder bekommen von mir als Künstlerin durchaus kniffelige Aufgaben gestellt, in der sie ihre Technik erweitern können. Zum Beispiel müssen sie einen Haufen Gespenster malen –  mit einem weißen Stift! Das geht nur mit Schattierungen und Lücken. Die werden dann beim nächsten Bild für Steinwände genutzt und die wiederum…

Aber wir machen auch kleine Meditationsübungen und das eine oder andere Arbeitsblatt hat auch mit dem Meditieren zu tun. Was ich super finde: fast niemand kann ruhig dasitzen und an nichts denken, aber ganz viele Kinder können neuerdings ruhig dasitzen und an nichts als an das aktuelle Zeichenblatt denken!

Das macht mich glücklich.